11. Opel-Treffen des Opel-Club Felsberg
in Felsberg; 19.08. - 21.08.05

Es war die größte Schlammschlacht der Saison 2005 und der Veranstalter tröstete sich mit dem Spruch, "Für's Wetter kann man nichts." Das ist richtig. Aber für den Zustand des Platzes schon! Denn wenn man tatenlos rumsitzt und nur zusieht, wie alles absäuft, wird der Platzzustand nicht besser. Mit einem Klick auf diese Zeile kann man sich mal ansehen, wie der Opel-Club Rhenus das Problem löste. Ein wenig Stroh im Eingangsbereich hätte viel geholfen. Es war in Felsberg schon 2002 so. Wenn man auf einem Stoppelacker sein Treffen organisiert und der Wetterberich seit Mittwoch Regen vorraussagt, kann man ein paar Vorbereitungen treffen.
Nach ein Jahr Pause sollte es ein guter Neustart werden. Das er nach hinten losging, lag nicht nur am Wetter, sondern auch an der Unfreundlichkeit einiger Clubmitglieder. Den ersten Zusammenstoß gab es Freitag mittag mit dem Einweiser.
Meine Freunde reisten mit drei Autos aus dem Harz an und waren gegen 12.00 Uhr auf dem Platz. 20 Minuten später kam ich aus dem Hunsrück und nun wollten wir für 16 weitere Autos von Freunden aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen die Plätze freihalten. Der Platz bot für mehr als 1000 Autos Platz aber es gab harte Diskusionen wegen unserer Lücken, die sich schließen sollte. Den Einweiser verleißen schon bald die Nerven und in Felsberg galt: Reservieren Verboten!
Am Freitag gab es noch Sonneschein und Temperaturen über 25C. Doch Samstag verwandelte sich der Platz in eine risiege Schlammschlacht. Die anreisenden Autos konnten nur von Freunden geschoben werden. Viele ließen ihre Autos auf dem angrenzenden Parkplatz vor der Turnhalle und dem Sportpaltz stehen.
Glück hatten die Leute, die vorsorglich ihren Träcker mitbrachten.
Im Schatten der Burg gab es für Schaulustige sehr viel zu sehen!

Besonders die Hecktreibler hatten es sehr schwer.

Hatte man den Platz erreicht, half nur noch Putzen. Aber auch die Fahrzeuge, die Freitag im trockenem den Platz erreichten, wurden von den vorbeifahrenden Autos am Samstag eingesaut. Das verärgerte viele Fahrzeughalter sehr.

Ein paar Optimisten schlugen das Verdeckt zurück.

Die kleine Lena saß mit ihrem Papa vorm Bauwagen und erzählte von einem Mädchen...

Wer sich schöne Autos ansehen wollte, kam auf seine Kosten. Hier waren schöne Fahrzeuge aus fast allen Teilen Deutschlands angereist.
Der Veranstalter sprach von über 1000 Autos. Das kann ich nicht glauben. Ich schätze die Anzahl auf ca. 800 Fahrzeuge. Da sind auch die Autos vor dem Gelände mitgezählt.

Diesen Corsa hätte ich gerne mit in meine Wahl zum Opel 2005 genommen. Doch es war hier unmöglich dieses Fahrzeug zum Fotografieren umzuparken.

Günstig war es das Fahrzeug vom Acker zu trennen.

Schöner Corsa aus Nordhessen.

Wölfe und Katzen fühlen sich im Schlamm auch nicht wohl.

B-Vectra mit BMW-Front - Die Fahrzeugzwitter kommen wohl in Trend. Mein Geschmack ist es nicht.

Ob 2- oder 4-türig. Ein paar schöne Commodore waren in Hessen vertreten.

Blick zu den Asconas. Der Fließheck C ist ziemlich selten auf Treffen zu finden.

Heidis Manta und Jörgs Ascona wirkten sehr gut zusammen.

B-Manta Pick up. Mal was anderes.

Admiral aus dem Vogelsbergkreis. Da läuft noch einer in blau.
Klick verlinkt zum Admiral von Nils.

Und noch ein Schiff war vertreten.

Sehr zahlreich waren die Corsa Roadstars in Felsberg zu sehen.

Wir schreiben das Jahr 2005 und kommen zu meinen Lieblingen - Den C-Kadetten
Es waren sehr viele Modelle vertreten. Aber auch hier fehlte ein Urtyp mit runden Scheinwerfern im Originalzustand.
Beginnen wir mal mit den Coupés.

Einfach nur Luigi - Einfach nur Limo!

Die Standardausstattung bekam runde Scheinwerfer in die Front. Die Luxus- und SR- Ausstattung wurde seit 1973 mit eckigen Scheinwerfern gebaut.

Ab Mai 1977 kamen die Blinklichter seitlich daneben.

Schön anzusehen - Caravan mit Faltdach.

Schöne Citys rundeten die Modellreihe ab.

Wobei der Breitbau-City total aus den Rahmen fällt und die Ursprungsformen gänzlich verschwinden.

Hier die Vertreter der B-Reihe.
Rickis Limo ohne Caravan ist schon ein seltener Anblick. Dafür hing hinter dem Coupé ein schönes Caravanmodell.

Fast sensationell war der Vertreter der D-Reihe. Es war das Fahrzeug, was Axel Stein bei der TV total Stock Car Crash Challenge in der 1500er Klasse durch den Parcours steuerte.
Wenn so ein Fahrzeug bei unserem Treffen auftauchen sollte, würde ich dem Fahrer ein speziellen Platz zur Präsentation geben. Doch kaum hatte der Besitzer sein Gefährt vom Trailer geladen, kam auch schon ein Veranstalter im Laufschritt geeilt und bergrüßte ihn ausserordentlich unfreundlich mit den Worten: "Los! Sofort auf den Hänger und ab mit dem Ding!" Denn auch für dieses einzigartige Fahrzeug galt auf dem Acker in Felsberg - Stock Cars verboten!

Fast so sensationell wie der D-Kadett war das Kennzeichen am Manta!

Auch in Felsberg gilt: "Hauben auf im Straßenverkehr!"

Schauen wir uns mal auf dem Parkplatz vor dem Schlammareal um.

Es tat mir in der Seele weh bei dem miesen Wetter so schöne Autos zu fotografieren. Trotzdem will ich zwei Fahrzeuge etwas ausführlicher vorstellen.
Zunächst den Vectra "Black rat" von Stefan Schmidt.
Klick verlingt die Hompage.

Hier der E-Kadett von Christian Rehl.
Eine genauere Beschreibeung ist in der aktuellen Flash (09/2005, S.24) zu finden.

Es gibt Pocketbiker, die können sich mit den Knien die Ohren zuhalten!
Doch kaum waren die Minibikes in Felsberg erschienen, rannte auch schon eine Veranstaltrin hinter ihnen her und stoppte ihre Fahrt. Denn in Felsberg galt auch - Pocketbikes verboten!

Nach langer Diskusion wurden die Pocketbikes von Ilias und Steffan vom Veranstalter durch einen Fluch in diese Mofas verzaubert und jeglicher Fahrspaß war im Eimer!

"Diese Rotzebengels machen mir den ganzen Acker zur sau!"


Und hier kam die Härte. Auch die einheimischen Radfahrer, die hier wohl fast täglich langfahren, wurden mit den Worten, "Und Radfahrer steigen hier ab!" bemotzt. Ich glaube wenn ich in meinem Heimatort, auf meiner Srecke, diese Aufforderung bekäme, würde ich absteigen, mich totlachen, aufsteigen und weiterfahren. Hier galt - Radfahren verboten!

Das ist doch mal eine Leistungsteigerung im Hubraumbereich.
rechts: 6-Zylinder,
mitte: 8-Zylinder,
links: satte V12 5,8l!

Am Samstag spielten die New Ponys mit super Gitarrensound auf.
Klick verlinkt die Künstler HP

Wer sein Auto nicht mehr aus dem Schlamm bekam, fuhr mit der Sackkarre nach hause.

What missing

Es gibt keine Partypics. Es war mir zu riskant die Kamera mit ins Zelt zu nehmen. Das Risiko, dass ich auf dem Rückweg in der Nacht im glitschige Schlamm ausrutsche und mein Werkzeug versenke war zu groß. Daher hier eine kurze Beschreibung.
Die Partys waren an beiden Abenden super. Der DJ legte rockige Musik auf und die Stimmung bebte im vollen Zelt. Getränke gab es zum fairen Preis. Samstag wurde mit einen neverending Mr. und Miss. Opel-Wahl stundenlang genervt und der DJ wunderte sich über den geringen Applaus. Die Erotikshow im Anschluß war die beste ihrer Art in der Saison 2005, die ich sah. Leider war die Musik zu früh aus, was aber an der Lage am Ortsrand der hessischen Metropole verständlich war.

Fazit

"Schlammberg 2005 - Ich habs überlebt!", laß ich Sonntag auf einem extra angefertigten T-Shirt. Die Aussage war treffend. Platz mies, Organisatoren unflexiebel und teilweise patzig, Stimmung unter den angereisten Opelaner gut, Party im Festzelt super! Eigentlich war ich angereist um einen Artikel über das Treffen für die Ausgabe Nr. 3/2006 der Opel Club & Trend auszuarbeiten. Doch mangels positiver Aspekte laß ich das Vorhaben und schreibe über ein anderes Treffen. Obwohl ich schon eine passende Überschrift hätte -


Verbieten verboten!

Text + Foto:André Breutel / Hattingen, 24.August 2005

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